Warum jeder eine Mary-Poppins Tasche haben sollte?

Die meisten von Euch kennen doch sicherlich Mary Poppins und ihre berühmte Handtasche, in der sich alles befindet, sogar Möbel.

Brauchen wir nicht auch genau so eine Tasche in Form eines anderen Ortes?

Meine Mary-Poppins-Tasche sind zwei Schubladen einer Kommode. In diese lege ich erstmal alles rein, für das ich momentan keinen Platz habe. Ein Mal im Monat räume ich diese Schubladen dann auf.

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Das Möbelstück mit dem Mary-Poppins-Ort

Da es MEINE Mary-Poppins-Tasche ist, ist es schwierig für Jan etwas darin zu finden. Ich beobachte ihn heimlich dabei wie er vor der Kommode steht und sich ärgert, weil er nichts darin finden kann und ich genau weiß, dass es sich in dieser Schublade befindet. Dann sagt er z. B.: „Es ist nicht drin. Die Schublade ist zu unordentlich.“

Mit maximal zwei Handgriffen finde ich das Gesuchte und kommentiere es mit: „Ordnung ist etwas für Primitive, das Genie beherrscht das Chaos.“ (Zitat: Albert Einstein)

Ich würde in solchen Momenten gerne mal in Jans Kopf schauen.

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Hihi…Die Fotos sind innerhalb von drei Tagen entstanden und schon unterschiedlich dekoriert.

Jan fragt mich gerade, warum ich so lache. Ich habe ihm kurz meinen Beitrag vorgelesen und er sagt tatsächlich: „Warte mal, ich schreibe auch mal was dazu. Denn so kann ich es ja kaum stehen lassen.“

Ich muss gerade so lachen…

Dieser Mary-Poppins Ort ist meiner Meinung nach eine der eher nicht so kreativen und genialen Ideen meiner Frau. Zugegeben, ich liebe Ordnung und habe gern für alles einen eigenen Platz, damit ich sofort weiß, wo ich suchen muss, wenn ich etwas brauche.

Jetzt haben wir quasi zwei von diesen Orten und genau diese sind mir ein großer Dorn im Auge. Ich habe schon vieles Verschiedenes versucht, aber letztlich bin ich mit jedem Ordnungsversuch (z.B. kleine Trennkästen o. ä.) kläglich gescheitert, da sich der ganze Kram mittlerweile auch nicht mehr ordnen lässt. Es ist viel zu viel!

Wenn es schnell gehen muss, ich z.B. 5 Minuten zu spät bemerkt habe, dass ich schon längst hätte auf dem Weg zur Arbeit sein müssen, fliegt meistens die Hälfte des Inhalts auf den Boden, bevor Lidia sich dann dazwischen drängelt und mit einem Griff genau das herausholt, was ich gerade benötigt habe, während ich noch damit beschäftigt bin, herumzufluchen.

Im Laufe der Jahre habe ich diesen Ort akzeptiert und meine eigene Strategie entwickelt:

Ich packe meine Sachen woanders hin…

…dummerweise landen sie letztlich, wie auch immer, doch immer wieder in der Schublade.

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